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Jungfrau, ſchau ihn gnädig an, Herr, beſchütz' den Wandersmann.
„Das ſagteſt Du Nunez, ſchönes Kind? Was ſagſt Du aber uns?“
„Euch, ſchöne Seuora,“ erwiederte die Zigeunerin, „Euch werde ich die Wahrheit ſagen, denn Ihr ſeid die erſte Tochter der Stadt, welche ſanft und ohne Verach⸗ tung mit mir ſpricht.“
Sie trat ſodann noch zwei Schritte näher hinzu, legte ihre rechte Hand auf den Hals des Maulthieres und den Zeigefinger ihrer linken Hand auf ihre Lippen und ſprach: 1 —„Geht nicht weiter!“
„Wie? wir ſollen nicht weiter gehen?“
„Kehret um.“
„Mädchen, Du treibſt Deinen Scherz mit uns?“ ſagte der Greis.
„Gott iſt mein Zeuge, daß ich Euch den Rath gebe, den ich meinem Vater und meiner Mutter geben würde.“
„Willſt Du nach Alhama mit zwei von unſern Die⸗ nern zurückkehren, meine Tochter?“ fragte Don Inigo.
„Und Ihr, mein Vater?“ erwiederte Dona Flor.
„Ich kann meine Reiſe mit dem dritten fortſetzen: der König wird morgen in Granada ſein; er hat mir Befehl gegeben, mich ebenfalls dort einzufinden, und ich kann den König nicht warten laſſen.“
„Und ich, ich werde gehen, wohin Ihr geht, mein Vater.“
„Es iſt gut!— Reite voran, Nunez,“ ſprach Don Inigo.
Und er zog aus ſeiner Taſche eine Börſe und reichte ſie der Zigeunerin.
Dieſe machte aber die Geberde einer Königin und
ſagte:


