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El Salteador : Mantel- und Degenroman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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„Wir, die wir gute Katholiken ſind,“ ſprach lä⸗ chelnd Dona Flor,„wir werden Dich Gineſta nennen.“

„Nennt mich, wie Ihr wollt,“ erwiederte die Zi⸗ geunerin:„aus Eurem hübſchen Munde kommend, von Eurer ſanften Stimme ausgeſprochen, wird mir mein Name immer ſchön ſcheinen.“

„Nun, Flora,“ ſprach Don Inigo,„wer Dir ge⸗ ſagt hätte, Du werdeſt die Nymphe Schmeichelei in dieſer Wüſte finden, wäre von Dir als Lügner behan⸗ delt worden, nicht wahr? Du ſiehſt jedoch, er hätte die Wahrheit geſagt.“

„Ich ſchmeichle nicht, ich bewundere,“ verſetzte die Zigeunerin.

Dona Flor lächelte und erröthete zugleich, und um von einem Geſpräche abzugehen, das ſie durch ſeine Naivetät in Verlegenheit ſetzte, fragte Dona Flor:

„Was antworteteſt Du Nunez?“

„Erkundigt Euch zuerſt nach der Frage, welche er an mich richtete.“

„So ſage mir dieſe?“

„Er fragte mich nach der Straße, ob ſie ſicher ſei und ob die Venta gut ſei.“

„Und Du antworteteſt ihm?“

„Ich antwortete ihm damit, daß ich ihm das Lied des Wanderers ſang.“

„Wie heißt dieſes Lied?“

„Hört!“

Und wie ein Vogel ſingt, das heißt, ohne Anſtren⸗ gung und auf eine Melodie, welche eine einfache Modulation ihrer gewöhnlichen Stimme beigefügt zu ein ſchien, ſang die Zigeunerin folgende Strophe von einem andaluſiſchen Lled:

Habt wohl Acht, habt wohl Acht: Ob der blaue Himmel lacht, Scheint die Straße ſtill und klar, Droht dem Wanderer Gefahr;