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El Salteador : Mantel- und Degenroman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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den hinter ihr ſchleppenden Haaren und der biegſamen Geſtalt der Indianerinnen, dieſer Töchter der Sonne. Was das Coſtume betrifft, ſo ſchien es ausdrück⸗ lich gewählt, um die glänzenden Formen und das ent⸗ zückende Geſicht der ſchönen Reiſenden in's Licht zu ſetzen. Es war ein ſeidenes Kleid von einem Himmel⸗ blau, das in Roſa und Silber ſpielte, und von oben bis unten mit Perlen geknöpft, von denen jede würdig war, die Krone einer Gräfin zu ſchmücken; dieſes Kleid ſchloß ſich eng dem Leibe und dem Oberarm an, wie es die ſpaniſchen Gewänder am Anfange des vierzehnten Jahrhunderts thaten; nur erweiterten ſich, beim Ellen⸗ bogen angelangt, die Aermel, fielen auf jeder Seite des Körpers hängend und offen herab und ließen ent⸗ blößt unter Wogen von Spitzen von Murcia Hände und Vorderarme, welche, nachdem ſie ungeſtraft der Sonne Mexicos getrotzt, auch der von Spanien trotzen konnten, die aber für den Augenblick nichts zu befürch⸗ ten hatten, verborgen, wie ſie waren, unter einem Man⸗ tel von weißer, Wolle ſo fein und weich wie unſer moderner Kaſchmir und hinſichtlich des Schnittes von ſeinem nnteren Theile dem mexicaniſchen Mantel, durch die Capuze aber, unter der in einer warmen Halbtinte das Geſicht des Mädchens glänzte, dem arabiſchen Bur⸗ nus ähnlich.

Don Inigo und Dona Flor ritten auf ihren Maulthieren, die den Kopf unter ihrem ſcharlachrothen Stutze ſchüttelten, in raſchem aber nicht ängſtlichem Trabe, und Dona Flor ſchien ebenſo ſehr, als ihr Va⸗ ter, an Reiſen durch das Gebirge und an das aben⸗ teuerliche Leben jener Zeit gewöhnt.

Ohne Zweifel war aber der Diener, der ihre Vor⸗ hut bildete, weniger beruhigt, als ſeine Gebieter, denn ſobald er die junge Zigeunerin erblickte, hielt er an, um ſie zu befragen, und dieſe kamen hinzu, als der vorſichtige Diener ſich erkundigte, ob Don Inigo und