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dieſe ſchwache Summe nicht einmal enthalten, ſo wäre ich ganz geneigt, eher meine eigenen Juwelen zu ver⸗ pfänden oder zu verkaufen, als Colombo einem an⸗ dern König und einer andern Nation ein Project bringen zu ſehen, welches, wenn es glückt, aus dem Reiche, das Colombo unterſtützt hat, die reichſte und mächtigſte Herrſchaft der Welt machen wird.“
Fernando ließ ein Gemurmel vernehmen, das we⸗ der billigend, noch mißbilligend war; die Marcheſa de Moya gab einen Ausruf der Bewunderung von ſich; Don Inigo beugte ein Knie vor der Königin.
„Was macht Ihr da, Don Inigo?“ ſagte Iſabella lächelnd.
„Ich bete meine Fürſtin an, wie ſie angebetet zu werden verdient,“ erwiederte der junge Mann,„und ich warte, daß ſie mir Befehle gibt, abzugehen, um Criſtofero Colombo unter Weges aufzuhalten und ihn nach Santa Fe zurückzuführen.“
Iſabella warf einen Blick der Bitte auf den König von Aragonien.
Doch der kalte und gewandte Politiker war nicht der Mann, der ſich, auf eine unüberlegte Weiſe, zu allen den Bewegungen des Enthuſiasmus hinreißen ließ, welche er kaum den jungen Leuten und den Frauen geſtattete, und die, ſeiner Anſicht nach, beſtän⸗ dig in ehrfurchtsvoller Entfernung vom Geiſte der Mi⸗ niſter und vom Herzen der Könige gehalten ſein mußten.
„Heißt dieſen jungen Mann aufſtehen, meine Dame,“ ſagte er,„und kommt mit mir, um über dieſe wichtige Angelegenheit zu reden.“
Iſabella ging zum König, ſtützte ſich auf ſeinen
Arm, und ohne das Betzimmer zu verlaſſen, zogen ſich Beide in die Vertiefung eines Fenſters zurück, deſſen gemalte Scheiben den Triumph der Jungfrau vor⸗
ſtellten.


