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El Salteador : Mantel- und Degenroman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
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„Oh! Sire, ich hatte mich der Entſcheidung des Rathes unterworfen, weil ichr glaubte, dieſe Entſchei⸗ dung rühre von Euch her; doch wenn ich mich irxte, wenn Euch noch einige Sympathie für den Mann bleibt, der ſolche Ergebenheit einflößt, der eine ſolche

egeiſterung erregt, ſo müßtet Ihr nur mit Euch ſelbſt, mit Eurem Genie, mit Eurer Größe zu Rathe gehen.“

„Glaubt Ihr, Don Inigo,“ fragte Fernando mit einer Stimme, von der jedes Wort wie ein Tropfen eiskalten Waſſers auf das Herz von Iſabella fiel, „glaubt Ihr, Colombo, ſelbſt angenommen, er entdecke das Land des Kathay und das Königreich Cipango, finde in dieſer neuen Welt genug Gewürze, Edelſteine und Gold, um die ungeheuren Koſten zu decken, welche eine ſolche Expedition nothwendig veranlaßt?“

Iſabella fühlte den Schweiß auf ihrer Stirne perlen; ſie empfand, was die poetiſchen Herzen empfin⸗ den, wenn eine Perſon, die ein Recht auf ihre Liebe oder auf ihre Achtung hat, einen Augenblick vergißt, eine mit ihrem erhabenen Range und ihrer hohen Stel⸗ lung harmonirende Sprache zu ſprechen.

Sie hatte nicht den Muth, zu antworten. Don Inigo antwortete für ſie.

„Eure Hoheit nennt ungeheure Koſten das, was der Dienſt der zwei Caravellen mit hundert Mann quipage erfordern wird?... Was die dreitauſend Kronen betrifft, ſo iſt das eine Summe, welche mehr als ein Mal in einer Spielnacht oder bei anderen Toll⸗ heiten Einige von den Edelleuten, welche im Dienſte Eurer Hoheit ſind, vergendet haben.“

„Ueberdies,“ fügte Iſabella eiligſt bei,„wenn es ich nur um das für die Expedition erforderliche Geld handelt, ſo werde ich es finden.“

„Ihr? und wo dies?“ fragte Fernando.

„Ei! ich hoffe in den Kiſten des Schatzmeiſters von Caſtilien,“ erwiederte Iſabella;„und ſollten ſie