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König Fernando antwortete, da ſagte ſie zu dem
jungen Manne: „Hörſt Du, was Dich der König von Aragonien fragt? er fragt Dich, ob es wahr ſei, daß der Genue⸗
ſer nach Frankreich abgegangen, und ob er wirklich
ſeine Dienſte König Karl VIII. anbieten wolle?“
„Ich habe dieſen Morgen Criſtofero Colombo am Bara⸗Thore verlaſſen, hohe Frau: er folgte der Straße nach der Küſte, in der Hoffnung, er werde Gelegenheit finden, ſich nach der Provence in Alicante, in Valencia oder in Barcelona einzuſchiffen.“
„Und ſodann?“ ſagte Fernando.
„Sodann, Sire?“ erwiederte Don Inigo;„ich bin gekommen, um die Königin um Erlaubniß zu bitten, dieſem großen Manne folgen, mich mit ihm einſchiffen und ſein Glück oder Unglück theilen zu dürfen.“
„Du gedenkſt Dich alſo ihm anzuſchließen?“
„Sobald ich die Erlaubniß von meiner huldrei⸗ chen Fürſtin erhalten habe,“ antwortete Don Inigo.
„Ohne Zweifel entfernt er ſich niedergebeugt durch den geringen Erfolg, den bei uns ſeine Geſuche ge⸗ habt haben?“
„Er entfernt ſich mit erhabenem Haupte und heiterem Geſichte, Hoheit, denn weun die Betrübniß und die Ent⸗ täuſchung auf ſeinem Herzen laſten, ſo bietet ſein Herz eine Baſis, welche breit genug, um dieſe Laſt zu tragen.“
Fernando blieb einen Augenblick ſtumm vor die⸗ ſer ſtolzen Antwort, dann ſtrich er mit ſeiner Hand über ſeine ſorgenvoll gewordene Stirne und murmelte, während ihm ein Seufzer entſchlüpfte:
„Ich befürchte, meine Räthe ſind ſehr raſch in ihrer Abweiſung gegen dieſen Mann geweſen. Was ſagt Ihr, meine Dame?“
Iſabella war aber ſchon bei den erſten Worten, die der König geſprochen, aufgeſtanden; ſie ging mit gefalteten Händen auf ihn zu und ſagte:


