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Nachdem ſie ſodann einen Augenblick nachgedacht hatte, fragte ſie Don Inigo:
„Du glaubſt alſo, es ſei etwas Ernſtes, Nützliches, Reelles im Grunde der Träumereien dieſes Schiffers?“
„Ich bin zu unwiſſend, um Eurer Hoheit im Na⸗ men der Wiſſenſchaft zu antworten,“ ſagte Don Inigo, „ich werde ihr aber im Namen des Glaubens antwor⸗ ten. Die Ueberzeugung von Colombo hat auch mich überzeugt, und wie Eure Hoheit das Gelübde gethan hatte, Santa Fe nicht eher zu verlaſſen, als bis Gra⸗ nada eingenommen wäre, ſo habe ich das Gelübde ge⸗ than, Colombo nicht eher zu verlaſſen, als bis er den Fuß auf die Erde der unbekannten Welt geſetzt hat, mit der er Eurer Hoheit ein Geſchenk machen wollte, das aber von Eurer Hoheit ausgeſchlagen worden iſt.“
„Nun,“ ſagte Iſabella, welche zu ſcherzen verſuchte, obgleich ihr das ernſte Wort des jungen Mannes, wenn nicht die Luſt, doch die Macht hiezu benahm,„da Du einen ſo großen Glauben zur Wiſſenſchaft des Genue⸗ ſen haſt, und er nur zwei Caravellen, hundert Matro⸗ ſen und drei tauſend Kronen braucht, um ſein Unter⸗ nehmen auszuführen, warum haſt Du nicht von Deinem eigenen Vermögen, das dreimal ſo viel iſt, als Dein Freund fordert, die zwei Caravellen bauen laſſen, die hundert Matroſen angeworben und die drei tauſend Kro⸗ nen vorgeſtreckt? Colombo hätte ſodann, Niemand mehr etwas verdankend, König ſein und Dich zum Vice⸗ könig ſeines eingebildeten Reiches ernennen können.“
„Ich habe es ihm angeboten,“ erwiederte Don Inigo ernſt,„nicht in der Hoffnung auf eine ſo hohe Belohnung, ich bin nicht ehrgeizig: doch Colombo hat meinen Antrag ausgeſchlagen.“
„Colombo hat die Verwirklichung eines Projectes ausgeſchlagen, das er ſeit zwanzig Jahren verfolgt, während ſich ihm dieſe Verwirklichung von ſelbſt gebo⸗
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