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El Salteador : Mantel- und Degenroman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
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hervorrief, der ſo tapfer für die Sache ſeines Gottes und ſeiner Könige geſtritten hatte.

„Ihr ſeid Don Inigo Velasco?“ fragte Iſabella, nachdem einen Augenblick ein tiefes Stillſchweigen der Erwartung im Betzimmer geherrſcht hatte; wo ſich in⸗ deſſen, in ihrer Nähe oder fern von ihr, ſitzend oder ſtehend, je nach der Vertraulichkeit, mit der ſie beehrt wurden, oder nach dem Range, den ſie einnahmen, ein Duzend Perſonen befanden.

„Ja, Hoheit,“ antwortete Don Inigo.

„Ich glaubte, Ihr wäret Rico hombre.“

„Ich bin es in der That, Hoheit.“

„Warum bedeckt Ihr Euch denn nicht vor uns?“

„Weil mir die Ehrfurcht, die ich für die Frau hege, das Recht benimmt, an das die Königin mich zu erinnern die Gnade hat.“

Iſabella lächelte und fragte ſodann ihn duzend, wie dies noch heute Gewohnheit der Könige und Köni⸗ ginnen von Caſtilien in Beziehung auf diejenigen iſt, die man in unſern Tagen Granden von Spanien nennt, während man ſie damals Ricos hombres nannte:

„Nun, Don Inigo, Du willſt reiſen, mein Kind?“

„Ja, Hoheit,“ antwortete der junge Mann.

„Und warum dies?“

Don Inigo ſchwieg.

„Mir ſcheint doch,“ fuhr Iſabella fort,„es gibt viele Plätze an meinem Hofe, welche einem jungen Manne von Deinem Alter und einem Sieger von Deinem Verdienſte wohl anſtehen würden.“

„Eure Hoheit täuſcht ſich über mein Alter,“ er⸗ wiederte Don Inigo traurig den Kopf ſchüttelnd;„ich bin alt, meine Königin.“

„Du?“ verſetzte die Königin erſtaunt.

„Ja, hohe Frau; denn man iſt alt, wie viel Jahre