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„Ich ſage Eurer Hoheit, daß mein Neffe Don Inigo Velasco die Ehre hat, ſich von ihr eine Ab⸗ ſchiedsaudienz zu erbitten.
„Don Inigo Velasco?“ verſetzte Iſabella, die offen⸗ bar ihre Erinnerungen auf den, von welchem die Rede war, zu fixiren ſuchte;„iſt das nicht der junge Kapi⸗ tän, der ſich ſo ſehr während unſeres letzten Krieges bei den Stürmen von Illora und Moclin, bei der Be⸗ lagerung von Velez, bei der Einnahme von Gibralfaro und bei vielen anderen Gelegenheiten ausgezeichnet hat?“
„So iſt es!“ rief Dona Beatrix ganz freudig, und beſonders ganz ſtolz, daß der Name ihres Neffen ſolche Erinnerungen im Herzen der Königin erweckt hatte;„ja, ja, Hoheit, ſo iſt es.“
„Und Du ſagſt, er wolle eine Reiſe antreten?“
„Ja, Hoheit.“
„Eine lange Reiſe?“
„Ich befürchte es.“
„Sollte er Spanien verlaſſen?“
„Ich glaube es.“
„Ah! Ah!“
„Als Entſchuldigung gibt er an, er habe hier nichts mehr für den Dienſt Eurer Hoheit zu thun.“
„Wohin geht er?“
„ Ich hoffe,“ erwiederte Dona Beatrix,„die Köni⸗ gin wird die Gnade haben, ihm zu erlauben, über die⸗ ſen Punkt ſelbſt zu antworten.“
„s iſt gut, meine Tochter; ſage ihm, er könne eintreten.“
UMUnd während die Margueſa de Moya, um ihren Nef⸗ ſen einzuführen, auf die Thüre zuging, ſetzte ſich die Königin Iſabella und nahm, mehr um ſich eine Hal⸗ tung zu geben, als um wirklich zu arbeiten, eine Fahne, die ſie gerade zu Ehren der Jungfrau ſtickte, deren Bei⸗
ſtand ſie die glückliche Zurückgabe von Granada zu⸗


