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cuſſion im Rathe, wo Criſtofero Colombo nur zwei Anhänger zählte, Don Luis de Sant Angel, Einneh⸗ mer der kirchlichen Einkünfte von Arragonien, und Don Alonzo de Quintanilla, Director der Finanzen von Caſtilien,— der Antrag definitiv verworfen wurde, und dies zur großen Zufriedenheit von König Fer⸗ nando, dem Manne des Zweifels und der Materie, und zur großen Betrübniß der Königin Iſabella, der Frau der Poeſie und des Glaubens.
Was die Feinde von Colombo betrifft,— und ſie waren zahlreich bei Hofe,— ſie betrachteten den Spruch als unwiderruflich und glaubten ſich für immer von dieſem lächerlichen Träumer befreit, der gegen die Dienſte, die er zu leiſten verſprach, alle ſchon geleiſteten Dienſte erbärmlich erſcheinen ließ.
Doch ſie hatten ohne Don Inigo Velasco und ohne ſeine Tante Beatrix, die Marqueſa de Moya, ge⸗ rechnet.
In der That, ſchon am nächſten Morgen nach dem Tage, wo die Abweiſung Ihrer Katholiſchen Majeſtäten Colombo durch den Erzbiſchof Don Fernando de Tala⸗ vera eröffnet worden war, eine Abweiſung, welche Don Luis de Sant Angel und Don Alonzo de Quintanilla zu mildern verſuchten, die aber nichtsdeſtoweniger den armen Seefahrer ohne Hoffnung ließ,— trat Dona Beatrix in das Betzimmer der Königin ein und verlangte mit einer fühlbar bewegten Stimme Audienz für ihren Neffen.
Erſtaunt über das beinahe verlegene Ausſehen ihrer Freundin, ſchaute ſie Iſabella einen Augenblick an; dann fragte ſie mit dem ihr eigenthümlich ſanf⸗ ten Tone, wenn ſie mit ihren Vertrauten ſprach:
„Was ſagſt Du denn da, meine Tochter?“
Meine Tochter war ein freundſchaftlicher Name, den die Königin von Caſtilien gewöhnlich, jedoch ohne damit verſchwenderiſch zu ſein, ihren Freundinnen gab.


