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Male ſchien ſie, indem ſie ihre ſchönen Augen fragend zum Himmel aufſchlug, erſtaunt zu ſein, daß auf das Vorüberziehen des ſchönen, reichen Edelmannes nicht ein außerordentliches Ereigniß folgte.
Da ſie ihren Platz nicht verlaſſen und das Ge⸗ ſpräch des Reiſenden mit dem Hoſtalero nicht gehört hatte, ſo wußte ſie natürlich nicht, welchem ganz ſelbſt⸗ ſüchtigen Umſtande von Seiten der Vertrauten der Venta der Liebescourier der ſchönen Dona Flor es ver⸗ dankte, daß er unverſehrt ihren Händen entging.
In demſelben Augenblicke übrigens, wo, nachdem er alle Anordnungen getroffen, daß die Venta zum Maurenkönig würdig ſei, Don Inigo Velasco und ſeine Tochter zu empfangen, Don Ramiro d'Avila aus dem Hofe ſprengte und wieder den Weg nach Granada ein⸗ ſchlug, fing die von dem eleganten Quartiermeiſter an⸗ gekündigte Karavane an für die Augen der Zigeunerin ſichtbar zu werden.
Dieſe Karavane theilte ſich in drei verſchiedene Corps. Das erſte Corps,— das, welches als Von hut diente und, wie geſagt, auf dem weſtlichen Abhange des kleinen Berges zu erſcheinen anfing,— beſtand aus einem einzigen Manne, der zur Dienerſchaft von Don Inigo Velasco gehörte; nur trug dieſer, wie die Campieri Siciliens, welche, Dienſtboten in Friedens⸗ zeiten, Soldaten in der Stunde der Gefahr werden, es trug dieſer, ſagen wir, bekleidet mit einem Coſtume, das halb Livree, halb militäriſch war, eine Rundatſche an ſeiner Seite und hielt gerade wie eine Lanze und den Kolben auf ſeine Knie geſtützt eine Büchſe, deren. angezündete Lunte keinen Zweifel darüber ließ, daß es die Abſicht der Karavane war, ſich zu vertheidigen ſollte ſie angegriffen werden.
Die Hauptarmee, welche ungefähr dreißig Schritte hinter der Vorhut kam, beſtand aus einem Greiſe von
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