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ſechszig bis fünfundſechszig Jahren und einem Mädchen von ſechszehn bis achtzehn Jahren.
Nach ihnen und in derſelben Entfernung marſchi⸗ rend wie der Mann, der die Straße zu recognosciren beanftragt war, kam die Nachhut beſtehend aus zwei Dienern, welche ebenfalls die Nundatſche an der Seite trugen und die Büchſe mit der brennenden Lunte auf dem Knie hielten.
Da die Dienſtboten nur beſtimmt ſind, einen mittel⸗ mäßigen Platz im Verlaufe dieſer Geſchichte auszu⸗ füllen, während im Gegentheil die zwei Gebieter darin Hauptrollen ſpielen ſollen, ſo erlaube man uns, die Herren Nunez, Comacho und Torribio zu vernach⸗ läßigen, um uns ganz ſpeciell mit Don Inigo Velasco de Haro und Dona Flor, ſeiner Tochter, zu beſchäf⸗ tigen.
Don Inigo Velasco war, wie geſagt, ein Greis von ſechszig bis fünfundſechszig Jahren, obgleich viel⸗ leicht das Wort Greis ungeeignet wird in Beziehung auf einen Mann, der den Jahren nach alt ſein mochte, es aber ſicherlich dem Körper nach nicht war.
Sein kaum ergrauender Bart und ſeine nur ſtellen⸗ weiſe vom Winterſchnee geſprenkelten Haare, die er nach der Mode von Philipp dem Schönen und Ferdi⸗ nand dem Katholiſchen lang trug, bezeichneten höchſtens einen Mann von fünfzig bis fünfundfünfzig Jahren.
Und er war doch betroffen von dem Unglück, das denjenigen gemein iſt, welche eine ausgezeichnete Jugend gehabt haben: er konnte ſein Alter nicht verbergen, denn er hatte mehr als einmal und zwar zu verſchie⸗ denen Epochen ſeine Spur tief in die Geſchichte ſeines Vaterlandes eingedrückt. Mit dreißig Jahren hatte Don Inigo Velasco, der Erbe eines der berühmteſten Namen und einer der reichſten Familien Caſtiliens, angetrie⸗ ben zu dem Verlangen nach Abenteuern durch die Liebe, welche ihm ein Mädchen eingeflößt, das er nicht hei⸗


