Teil eines Werkes 
5.-11. Bdchn (1854)
Entstehung
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Es erfaßte mich eine ungeheure Luſt, aufzuſtehen und meinen Wirth zu wecken. Ich ſtarb vor Verlangen, zu erfahren, auf welche Art ſich die zweite Geſchichte entrollte, und ob die Vorherſagung in Erfüllung ging oder nicht in Erfüllung ging.

Ich bedachte indeſſen, dieſer Schritt wäre unbeſchei⸗ den, und durch Raiſonnements gewann ich es über mich, bis zum andern Tage zu warten, um ſo mehr, als, da es ſchon zwei Uhr Morgens, dieſer andere Tag derſelbe Tag war.

Gleichwohl entſchlummerte ich; während meines Schlafes beſchwor ich aber alle Brudermorde des Alter⸗ thums herauf: Eteokles und Polynikes, Romulus und Remus, Timoleon und Timophanes, und mit Hülfe von allen dieſen Fabeln baute ich eine Fabel, die mir, ſo lange ich ſchlief, herrlich und höchſt ſinnreich dünkte, welche aber, als ich erwachte, in einen ungreifbaren Rauch verſchwand, um mich dem Nichts gegenüber zu laſſen.

Zum Glücke war es heller Tag.

Ich ſtand auf, ohne daß es mir einfiel, mein Fen⸗ ſter zu öffnen und das Fernrohr meines Wirthes zu be⸗ nützen; die Richtung meines Geiſtes war völlig verän⸗ dert. Was ich zu ſehen Luſt hatte, war das Pfarrhaus von Waſton mit ſeinen grünlichen Mauern, ſeinem feuch⸗ ten Hofe, ſeinem langen Garten, ſeinem ungeheuren Ebenbaume mit den gekrümmten Wurzeln; was ich zu erfahren Luſt hatte, war die Geſchichte von William John und von John William.

In einem Nu war ich auch angekleidet und im Stande hinabzugehen.

Herr und Madame Regnier waren längſt aufge⸗ ſtanden. Madame Regnier beſchäftigte ſich mit dem Frühſtücke; Herr Regnier war ausgegangen, um bei zinen von ſeinen kranken Pfarrkindern einen Beſuch zu machen.

Ich pflanzte mich auf der Schwelle des Pfarrhauſes