Teil eines Werkes 
5.-11. Bdchn (1854)
Entstehung
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meinem Geiſte, daß ich umher ſchaute und ſuchte, ob ich nicht in der Ferne unter den Weiden oder in der Tiefe einer Gruppe von Zittereſpen das junge Mädchen mit dem Strohhute und dem blauen Gürtel, den jungen ann mit dem ernſten Gange und dem dunkelen Kleide erblicke. Ich ſtieß einen Seufzer aus bei dem Gedanken, daß Beide nur noch in meiner Einbildungskraft exiſtirten. Dann, da die Sonne, am Horizont niederſinkend, den zitternden Gipfel der hohen Pappelbäume vergoldete, ſtand ich auf, ſchritt über die Wieſe hin und kehrte all⸗ mälig nach Aſhbourn zurück. an muß in den Wäldern und auf den Bergen erzogen worden ſein, dann fünf und zwanzig Jahre mitten unter dem Geräuſche der Städte, unter dem Tumulte der Revolutionen, unter den Stürmen des literariſchen Lebens zugebracht haben, um zu wiſſen, was Alles von ſüßen Erinnerungen, von jugendlicher Beſchwörung, von Kindheitsdüften in einem Gange iſt durch die fetten Wieſen der Grafſchaft Derby, an einem ſchönen Abend am Anfange des September, wenn die Sonne an der ſilbernen Ruckſeite der Zittereſpe hingleitet, wenn die Amſel aus den Büſchen hervorkommt, umherhüpft, ſcheu wird und pfeifend entfliegt, wenn man den letzten Ge⸗ ſang der Grasmücke unter dem Weißdorn und das Zir⸗ pen der im Graſe verborgenen Grille hört. So kam ich, ohne daran zu denken, wieder zu den erſten Häuſern von Aſhbourn. 4 Hier blieb ich ſtehen, um einen letzten Blick auf die Landſchaft zu werfen, die ich durchwandelt hatte. 3 Es läßt ſich nichts Milderes, Ruhigeres und Rei⸗ zenderes vorſtellen, als dieſer Anblick. Er erſtreckte ſich über die ganze Länge eines wenig tiefen Thales, in dem ſich ein kleiner Fluß hinzog, der in einer der letzten Widerlagen der Cheviots⸗Berge ent⸗

ſpringt, welche unter den Strahlen der untergehenden

Sonne gegen Schottland hinlaufen, wie eine Schaar