Teil eines Werkes 
5.-11. Bdchn (1854)
Entstehung
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beifügte, ich ſei einer von den Träumern, die man Dich⸗ ter nenne.

Ich zog alſo die Thüre an mich, und nach zehn Schrit⸗ ten befand ich mich auf der Wieſe, auf der kühlen, ſchat⸗ tigen Wieſe, mit einer Generation von Bäumen, welche ſicherlich anders als die, die Jeannie am Arme von Bemrrode hatte vorübergehen ſehen, aber immer noch aus Erlen und Zittereſpen beſtehend.

Ich erkannte die Weidenalleen. Oh! dieſe Weiden mußten dieſelben ſein, wenn ſie nicht etwa noch bucke⸗ liger, verkrümmter, ausgehöhlter waren, als um die Mitte des achtzehnten Jahrhunderts. Die abgelaufenen hundert Jahre hatten ſie nicht getödtet, doch dieſe hun⸗ dert Jahre hatten ſie ein wenig alt gemacht; ſie waren etwas kahler und runzeliger, als da Jeannie und der Pfarrer Bemrode ſich unter ihrem Schatten gelagert hatten.

Ich ſuchte und glaubte den Platz zu entdecken, auf den ſich die jungen Leute neben einander ſetzen mußten, und ich ſetzte mich auch und ließ die Füße die Böſchung hinabhängen, daß ſie beinahe den Bach berührten, der ſo waſſerreich, ſo durchſichtig, ſo murmelnd, als an dem Tage, wo er ihr doppeltes Bild wiederſpiegelte.

Vor mir breitete ſich die duftende Wieſe aus, die Heuſchober waren davon weggenommen worden, doch man konnte noch die Stelle ſehen, wo ſie ſich erhoben.

Es ſtand mir frei, zu glauben, dieſe kürzlich in die Scheune eingebrachten Heuſchober ſeien dieſelben gewe⸗ ſen, auf denen die Augen der beiden jungen Leute ver⸗ weilt hatten, und deren ſcharfe Gerüche im Manuſcripte meines Wirthes bezeichnet geblieben ſind. Warum war es nicht im letzten Monat Juni, daß Jeannie und Wil⸗ liam ſich dahin geſetzt hatten, wo ich ſaß, Jeannie einen Strauß von Blumen ihres Gartens gemiſcht mit Feld⸗ blumen bindend, William, mit niedergeſchlagenen Augen, nach und nach ſeine Liebe geſtehend?

Dieſer Gedanke gewann eine ſolche Feſtigkeit in