Teil eines Werkes 
5.-11. Bdchn (1854)
Entstehung
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Doctor Bemrode für die Seele des letzten Kindes hielt, das ſeine Wirthin verloren.

Doch man begreift wohl, bei meinem Eintritte in das Pfarrhaus, deſſen Traditionen mir völlig unbekannt waren, konnten mich alle dieſe Dinge nicht berühren.

Was ich bemerkte, war das reinliche, gemächliche Ausſehen, das uns auf der Schwelle der von jungen Wirthen

bewohnten Häuſer entgegen lächelt; das war die Freude

des Hundes, der den Vater, die Mutter und die Kinder durch ſein eifriges Gebelle und das Wedeln ſeines Schweifes begrüßte; das war eine junge Magd, halb Kammermädchen, halb Köchin, mit dem Lächeln des guten Willens auf den Lippen.

Sogleich nach ihrer Heimkehr übernahm die kleine Karavane ihr Departement. Die Frau ging in die Küche hinab; die Dienerin lief in den Gefluͤgelhof; die Kinder bemächtigten ſich des Gartens, und nachdem er mich in ein hübſches Stübchen im erſten Stocke, deſſen Fenſter auf die Straße ging, eingeführt hatte, verließ mich der Mann, um die Briefe zu holen.

Nach zehn Minuten kam er mit ungefähr fünfzig Briefen in einer Hand und einem Manuſcripte in der andern zurück.

Sehen Sie, ſagte er, indem er die Papiere vor mich legte,hier iſt Ihr Roman ganz fertig.

Ich danke Ihnen, mein Wirth... Sie wiſſen, daß die Stoffe mir ſo zufallen, wie man ſagt; doch ich befürchte Eines...

Was?

Daß mir die Ueberſetzung mehr Mühe macht, als die Compoſition, und daß ich beim dritten Briefe den Pfarrer Bemrode verlaſſe, um zu einem Kapitän Paul, zu einem Harmental oder einem d'Artagnan zurückzu⸗ kehren.

Ich habe dieſen Fall vorhergeſehen, verſetzte mein Wirth.

Ich ſchaute ihn an.