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„Mein Herr,“ ſagte der Mann zu mir,„ich habe die Ehre, Ihnen in meiner Eigenſchaft als halber Lands⸗ mann jede Auskunft anzubieten, die Sie wünſchen mögen.“
„Mein Herr, die Art, wie Ihre beiden Kinder und Sie das Franzöſiſche ſprechen, ermächtigt mich, Ihnen, nicht den Titel eines halben Landsmannes, ſondern den eines ganzen zu geben, und unter dieſem Titel nehme ich gern das Anerbieten an, das Sie mir machen; nur laſſen Sie mich Ihnen ſagen, wer ich bin, damit ich das Recht habe, Sie meinerſeits zu fragen, wer Sie ſind?«
Ich nannte mich ihm. Er ließ mich zweimal mei⸗ nen Namen wiederholen; dann wandte er ſich gegen ſeine Frau um und ſprach zu ihr ein paar Worte eng⸗ liſch, worauf dieſe mich unmittelbar mit einer naiven Neugierde anſchaute.
„Verzeihen Sie, mein Herr,“ unterbrach ich lächelnd, „ohne das Engliſche zu ſprechen, verſtehe ich es doch hinreichend, um Ihnen zu ſagen, daß Sie mir zu viel Ehre anthun. Ich komme weder als Nebenbuhler, noch als Nacheiferer hierher: ich komme als demüthiger Be⸗ wunderer, als frommer Pilger. Nun aber, mein Herr, iſt es an Ihnen, mir zu ſagen, wer Sie ſind, und mir zu erklären, welchem ſchönen Zufalle ich das Glück, Ihnen zu begegnen, verdanke.“
„Mein Herr,“ erwiederte er,„ich habe einen ſehr unbekannten Namen: ich heiße Regnier. Ich bin Fran⸗ zoſe der Abſtammung nach; im Jahre 1680 ent⸗ floh der Großvater meines Großvaters vor den Verfol⸗ gungen von Ludwig XIV. gegen die Proteſtanten und ließ ſich in England nieder. Seit jener Zeit wurden geboren und ſtarben mein Urgroßvater, mein Großvater, mein Vater auf dieſer Erde der Freiheit, welche ſo gaſt⸗ freundlich gegen uns, daß ſie uns ein zweites Vater⸗ land geworden iſt, oder es iſt nun Frankreich vielmehr mein zweites Vaterland, in Betracht, daß wir ſeit drei Generationen in England naturaliſirt ſind. Wir behiel⸗


