Teil eines Werkes 
5.-11. Bdchn (1854)
Entstehung
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Geſtorben mit ſieben und dreißig Jahren, wie Ra⸗

phael, hat Byron nicht weniger Einfluß auf die Literatur

ſeiner Epoche gehabt, als Raphael auf die Malerei ſei⸗ nes Jahrhunderts.

Es braucht einen Befehl vom Himmel, daß ein Sperling fällt! ſagt Hamlet. There is a special pro- vidence in the fall of a sparrow!

Wir ſind der Anſicht von Shakeſpeare; nur ſagen wir, wenn ein Sperling nicht ohne einen Befehl des Himmels ſterbe, ſo geſchehe es auch nicht ohne einen Befehl des Himmels, daß ein Menſch geboren werde.

Der Menſch hat in ſeinem Stolze lange geglaubt, die Ideen gehören ihm, und er ſetze ſie in's Werk. Wir glauben ganz im Gegentheile, in unſerer Demuth, daß der Menſch nur ein Werkzeug im Dienſte der Ideen iſt.

An Jeden von uns kommt die Reihe am beſtimmten Tage und zur beſtimmten Stunde, Jeder nimmt ſeinen Platz, Bauer, Springer, Laufer, Thurm, Königin oder König, auf dieſem großen Schachbrette, das man die Welt nennt; Jeder bewegt ſich, handelt, verfährt unter der unſichtbaren Hand, nicht des Verhängniſſes, ſondern der Vorſehung, und die ewige Partie des guten Princips gegen das ſchlechte, des Tages gegen die Nacht, der reihelt gegen die Unterdrückung dauert ſechstauſend Jahre.

Nur ſind diejenigen glücklich und prädeſtinirt, welche für das gute Princip gegen das ſchlechte, für den Tag gegen die Nacht, für die Freiheit gegen die Unter⸗ drückung ſtreiten! Ihre Seele ruht im Schooße des Herrn, und ihr Name lebt im Gedächtniſſe der Völker!

Derjenige, deſſen Grab ich beſuchte, war einer von dieſen Menſchen geweſen.

Es geſchah am Freitag dem 17. Auguſt 1835, daß der Sarg von Byron in der alten Abtei Newſtead, ge⸗ folgt von einigen Freunden, eintraf.

Am vorhergehenden 1. Juli war der Leichnam des edlen Lord von Miſſolunghi in London angekommen;

Moꝛt ſtarl