Teil eines Werkes 
5.-11. Bdchn (1854)
Entstehung
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Wehklagt ein geiſter⸗grauſer Klang gelind,

Tönt wie Mußti, ein Sterbelaut, und ſchweift

Sich hebend, ſenkend durch das Steingewind.

Ja, Manchem ſcheint es, wann die Nachtluft ſtreicht, Und drüberhin fährt auf dem Waſſerfalle,

Ein Echo klagend im Gewölb der Halle.

64.

Noch Andre wähnen, daß ein Säulenſchaft, Vielleicht ein alt verfall'nes Steingebilde, (Wenn auch nicht von der Memnonsſäule Kraft, Die regelmäßig klang im Nilgefilde), Den Zauberlaut in dieſen Truͤmmern ſchafft, Der wehmuthsvoll erklingt und doch ſo milde. Noch weiß den Grund ich nicht von dieſem Klange, Doch hört' ich ihn dereinſt wohl nur zu lange.

65.

Im Hofe ſpielt ein Springquell der Najaden, Symmetriſch und mit Schnitzwerk voller Zier, Figuren, ſeltſam wie auf Maskeraden,

Ein Ungeheuer dort, ein Heil'ger hier, Wo grimme Mäuler ſich des Quells entladen, Der dann in ſeines Beckens Prachtrevier

In tauſend Blaſen ſtiebend weiß zu ſprühen

Bild von der Erde Ruhm und ihren Mühen! 66.

Das Landhaus ſelbſt war würdevoll und groß, Vorhanden mehr noch mönchiſches Gepränge, 4 Als ſonſt verſchont wohl blieb vom Zeitenſtoß: Noch ſtanden Refectorium und Gänge.

Ein liebliches Kapellchen ſtand im Moos

Des Alters bei der Alterthümer Menge;

Der Reſt war neugebaut und halb verfallen, Von Schloß mehr zeugend, als von Kloſterhallen.

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