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Hehr ſtellte ſich die Wölbung noch zur Schau, Daß ſelbſt in rauhſter Bruſt Gefühle beben, Wenn trauernd ſie der Zeit Gewalt erwogen, Aufblickend zu dem würdig alten Bogen.
60.
In einer Niſche, ſeitwärts droben ſtanden Zwölf Heil'genbilder aus geweihtem Stein; Sie ſtürzten(nach der Kunde, die vorhanden, Von längſt erloſchner Stämme tapfern Reih'n) Nicht als der Mönche Litanei'n entſchwanden, Vielmehr als Karl das Opfer mußte ſein, Als jedes Haus Burg ward den Cavalieren Deß, der nicht herrſchen konnt' und reſigniren.
61.
In höhrer Niſch' allein ſtand, doch gekrönt,
Die heil'ge Jungfrau mit dem Himmelskinde; Ward alles Heil'ge rings umher verhöhnt, Blieb ſie allein verſchont, die hehre, linde; Der Ort war weihevoll von ihr verſchönt! Ob man dies auch vielleicht als Irrwahn finde: Jedweden Glaubensortes Trümmer laſſen Andacht in unſern Herzen neu erfaſſen.
62.
Ein rieſig Fenſter, hohl in ſeiner Mitten, Worin einſt tauſendfarb'ge Scheiben hingen, Durch die einſt bunte Glorienſtrahlen glitten,
Die von der Sonne flohn wie Seraphsſchwingen, Gähnt jetzt zerſtört. Bald pfeifend, bald geſchnitten Bläſt durch das Schnitzwerk Wind, und Eulen bringen Ihr Grablied dar, wo vom verſtummten Chore Kein Hallelujah hallt zu Herz und Ohre.
63.
Doch Mitternachts bei Mondſchein, wenn der Wind Vom rechten Punkt des Himmels bläſt und pfeift,
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