Teil eines Werkes 
5.-11. Bdchn (1854)
Entstehung
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Es war klar, daß ich, je raſcher ich abginge, deſto früher zurück ſein könnte; ich machte alſo keine Schwie⸗ rigkeit, umarmte Jeannie, verſprach ihr, in ein paar Minnten ihr zu gehören, und lief nach der Kirche.

Ein ziemlich kalter Empfang erwartete mich dort; zum zweiten Male an demſelben Tage geſchah es, daß ich im Verzug war; diejenigen, welchen Gott die Zeit mit einer geizigen Hand zugemeſſen hat, lieben es nicht, daß man ſie dieſelbe verlieren läßt.

Wären ihnen meine Trübſale bekannt geweſen, ſo würden ſie mir ſicherlich verziehen haben, wenn ſie je dieſe Trübſale hätten begreifen können.

Die Ceremonie der Taufe wurde von mir vollzogen. Ich war nicht ganz unbefangenen Geiſtes, doch mein Inneres wandte ſich unmerklich einem andern Gegen⸗ ſtande zu.

Dieſe freudige Mutter, dieſer ſtrahlende Vater,

dieſe zwei Zeugen, die mir ein Kind brachten, das ich zum Chriſten machen ſollte, führten natürlich meinen Werfteüit ſüßeren Bildern und lachenderen Gegenſtänden urück. 1 Ich ſagte mir, es komme wahrſcheinlich eine Stunde, wo wir, Jeannie und ich, unſer Kind in den Armen, den guten Herrn Smith aufſuchen und ihn bitten wer⸗ den, für ſeinen Enkel das zu thun, was ich für den kleinen Peters gethan hatte.

Dieſes Kind, von dem übrigens noch nicht die Rede war, werde ein Knabe oder ein Mädchen ſein; in jedem Falle werde es willkommen und beſonders geliebt ſein.

Alle dieſe Gedanken bewirkten, daß ich die Tauf⸗ gebete mit einer Salbung ſprach, welche ſämmtliche An⸗ weſende rührte.

In dem Augenblick, wo ich das Kreuz auf der Stirne des Kindes machte, das ich dem Herrn empfahl, ſchaute ich zum Himmel empor, und ich fühlte zwei Thränen an meinen Augenlidern perlen.