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Der Grund ſchien dem Schulmeiſter ſo bündig, daß er ſein Haupt neigte zum Zeichen der Beipflichtung, und er wiederholte:
„Der kleine Burſche kann allerdings warten.“
Auf dieſe Verſicherung ging ich ruhig nach dem Pfarrhauſe.
Hier traf ich Jeannie; mit dem erſten Blicke glaubte ich zu bemerken, eine Wolke der Traurigkeit verſchleiere ihr hübſches Geſicht; als ſie mich aber erſchaute, zer⸗ ſtreute ſich dieſe Wolke, und ſie kam mit offenen Armen auf mich zu.
Ich ſhioß ſie an mein Herz; mir ſchien, ich ſei, ohne es zu ſehen, an einem Unglück vorübergegangen; an welchem? ich wußte es nicht, doch die Atmoſphäre war mit dem Fluidum geſchwängert, das die finſteren Ahnungen erzeugt.
Ich ſchaute umher, als ſollte ich plötzlich den Schmerz in Trauerkleidern in einer Ecke ſitzen ſehen.
Zum Glück war das Haus, abgeſehen von Jean⸗ nie, leer; bald ſogar, ich muß es geſtehen, wurde es durch ihr, obgleich Anfangs ein wenig peinliches, Lä⸗ cheln wieder bevölkert; ihre Stimme ſchien das entſchlum⸗ merte Geleit unſerer ſüßen Träume und unſerer zärt⸗ lichen Erinnerungen wiederzuerwecken; ich athmete, und ich lächelte ebenfalls.
Wir ſetzten uns zu Tiſche. Ohl wie gut dünkte mir das Mahl bereitet von den ſchönen Händen von Jeannie, von dieſen Händen, welche die von Madame Stiff erröthen gemacht hatten! Wie ſehr ſchien mir dieſes Zinn, das der Herr Intendant im Vorübergehen mit verächtlichem Blicke angeſchaut hatte, den Vorzug vor allem auf den Anrichttiſchen des Speiſeſaales im Schloſſe angehäuften Silbergeſchirr zu verdienen!
Ich hatte die Taufe vergeſſen, wie vorher die Be⸗ verdigung, als mir der Schulmeiſter meldete, der kleine Peters ſchreie dergeſtalt, daß es dringlich ſei, mit ihm ein Ende zu machen.


