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„Sie ziehen alſo Handſchuhe an, um zu kochen, meine liebe Frau?“ fragte die Intendantin.
Dann ging ſie zu etwas Anderem über und ſagte:
„Ah! ah! hier iſt das Speiſezimmer; es iſt ſehr ſchlecht beleuchtet! Wahrhaftig, ich kenne nichts Trau⸗ rigeres in der Welt, als in einer finſtern Stube zu eſſen. Man kann allerdings die Läden ſchließen und Kerzen an⸗ zünden, doch ich ſehe keine in dieſem Zimmer.“
„Das wäre für uns völlig unnütz, Madame,“ er⸗ wiederte Jeannie mit ihrer engeliſchen Sanftmuth;„ſeit den drei Monaten, die wir hier wohnen, iſt Ihr Be⸗ ſuch, für den wir Ihnen ſehr dankbar ſind, Madame, der einzige, welchen wir zu empfangen die Ehre gehabt haben, und wir werden vielleicht abermals drei Monate hier ſein, ohne einen andern zu empfangen.“
„Oh! nein, nein,“ rief Herr Stiff,„zählen Sie nicht hierauf; ich finde viel Vergnügen in Ihrer Geſell⸗ ſchaft und in der von Herrn... gut, nun habe ich den Namen Ihres Mannes vergeſſen, Be... Be... Bi...“
„Bemrode, Herr Intendant,“ ſiel ich ein.
Ah! ja, Bemrode; ich widerrufe nicht, der Name iſt ſeltſam.“
„Aber,“ ſagte Madame Stiff,„Herr Bemrode hat wohl einen Ort, ein Cabinet, einen Winkel, wo er ſeine ſchönen Predigten, welche von allen unſern Bauern be⸗ wundert werden, ſtudirt und vorbereitet?«
„Ja, Madame,“ erwiederte ich,„ich habe einen Ort... und wenn Sie ihn zu ſehen wünſchen, wie Sie das übrige Haus geſehen...“
„Ganz gewiß, vorausgeſetzt, daß es nicht zu hoch iſt; Ihre Treppe iſt ſo hart, mit ihren abſcheulichen Stufen ohne Teppich!“
„Beruhigen Sie ſich, Madame,“ ſagte ich,„die Reiſe, die Ihnen noch zu machen bleibt, wird Sie nicht ſehr ermüden.“
Ich öffnete die Thüre des ehemaligen Schlafzim⸗ mers der Witwe.
„Hier,« ſagte ich zur Intendantin.
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