Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1854)
Entstehung
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Sie thun alſo Alles ſelbſt, mein armes Kind?« fragte Madame Stiff.

Ein Mädchen aus dem Dorfe hilft mir, Madame, ein reizendes, äußerſt gutwilliges, gefälliges Kind, die Tochter des Schulmeiſters.

Ahl ja; und dieſe beſorgt die Küche, ſagte Ma⸗ dame Stiff, während ſie die Treppe hinabzuſteigen aufing.

Nein, Madame, verſetzte Jeannie,dieſe Sorge geht mich an; ich habe den Geſchmack meines Mannes ſtudirt, kenne die Gerichte, die er liebt, und bin glück⸗ lich, wenn ich ſie ihm bereite, mir ſagen zu können: Mein lieber William wird mit Vergnügen eſſen. Die übrige Haushaltung iſt die Sache von Betſy.

Und das richtet Ihnen nicht die Hände zu Grunde 2*

Nein, Madame, erwiederte Jeannie.

Jeannie hatte herrliche Hände, und ich ergriff dieſe Veranlaſſung, ihre Schönheit geltend zu machen; über⸗ dies hatte ich bemerkt, daß die Hände von Madame Stiff plump und gemein waren.

Meine liebe Jeannie, da die Frau Intendan⸗ tin(ich legte einen beſondern Nachdruck auf das Wort und ich bemerkte in der That, daß dieſes Wort Miſtreß Stiff erröthen machte), da die Frau Intendantin an dem, was Du behaupteſt, zu zweifeln ſcheint, ſo zeige ihr doch Deine Hände.

Warum dies?« fragte Madame Stiff.

Um Ihnen zu beweiſen, Madame, erwiederte ich freundlich,daß man die Küche beſorgen kann, ohne zu Grunde gerichtete Hände zu haben... Zeige Deine Hände, Jeannie, zeige ſie, Du wirſt mir ein Vergnü⸗ gen machen.

Ohl da Du es willſt«... verſetzte Jeannie.

Und ſie ſtreckte zwei weiße, fleiſchige, weiche Hände mit zart zugeſpitzten Fingern, woran Nägel von Perl⸗ mutter und Roſa, aus.

Es iſt bei Gott wahr! rief der IntendantHände einer Herzogin!... Miß Smith, ich mache Ihnen mein Compliment.