Druckschrift 
Der Pechvogel : Roman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von G. Fink
Entstehung
Einzelbild herunterladen

334

ſich eine unbeſtimmte Angſt des Greiſes und er wartete mehrere Secunden bis er die Leiche an ſich zog.

Er wandte ſeinen Kopf ab und war nahe daran die Leiche, wer ſie auch ſein mochte, in den Fluß zurückfallen zu laſſen.

Aber auf einmal faßte er einen kräftigen Ent⸗ ſchluß; er neigte ſich hinab, ergriff den Körper um die Taille, nahm ihn in ſeine Arme und legte ihn in die Fähre nieder.

Nur ſank er neben dieſem Körper mit verſtörten Augen, bleichen Wangen und ſchweißtriefender Stirne auf ſeine Kniee.

Es war wirklich Huberte.

Obſchon ihre langen blonden Haare ſich um ihr Geſicht her verknäuelt hatten und beinahe eine Maske bildeten, ſo hatte der Großvater ſie dennoch auf der Stelle erkannt; überdieß hatte er, in dem Augenblick wo er den Leichnam berührte, einen ſol⸗ chen Stich im Herzen empfunden, daß ihm ſogleich die Auun aufging dieſer Leichnam gehöre ſeinem

einde.

Ein ſanftes Lächeln ſchien Hubertens Geſicht noch zu beleben, und in der Hand hielt ſie noch den ver⸗ welkten Blumenſtrauß den ſie, wie Ophelia, gepflückt hatte, als Richards Stimme zu ihr gedrungen war.

Franz Guichard ließ ſein Schiff den Fluß hinab⸗ ſchwimmen und blieb lange in der Betrachtung des Leichnams verſunken, ohne zu bemerken daß eine gewiſſe Anzahl von Perſonen ihm auf dem Ufer olgte und den Arbeitern auf dem Felde Zeichen gab, damit ſie herbeieilten. Er ſchob die naſſen Haare ſeines Kindes weg, trocknete den Schlamm ab der

+