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Dir, Valentin, bei allem Heiligen was es hienieden für den Menſchen gibt.
— Ich glaube Dir, ich glaube Dir, ſagte der
Verwundete, indem er mit ſeiner verwelkenden Hand die Hand Richards drückte; troz all Deiner Leicht⸗ fertigkeit haſt Du ein gutes Herz, Du möchteſt nicht die Gewiſſensqual auf Dich nehmen einen alten Ka⸗ meraden belogen zu haben der im Begriff iſt auf immer zu ſcheiden. Aber warum von Unannehmlich⸗ keiten reden? Glaube mir, Du begründeſt Dein eigenes Glück wenn Du Huberte glücklich machſt. Ihr Wüſtlinge ſprechet von der Heirath wie die Atheiſten von dem lieben Gott ſprechen. Aber alle Wizeleien können nicht verhindern daß der heilige Bund zwiſchen Weib und Mann die einzige Ruhe und das einzige Glück hienieden bleibt. Schwöre dieſe Ideen ab, Richard; gib Dein regelloſes aus⸗ ſchweifendes Leben auf; die Arbeit iſt der edelſte Zweck den der Menſch auf Erden haben kann, und in der neuen Stellung die Du einzunehmen haſt wird ſie zur Pflicht; Du wirſt die ganze Bedeutung dieſes Wortes zwar etwas ſpät erkennen, aber ſo⸗ bald Du angefangen haſt Deiner Pflicht zu gehorchen, wird Dir auch die ganze Wonne offenbar werden die man in ihrer Erfüllung findet. Meine Predig⸗ ten langweilen Dich, armer Richard, Du haſt es mir oft geſagt; aber nimm dieſe hier in Geduld hin, es iſt die lezte. Hör mich alſo an. Es ſind keine Rath⸗ ſchläge mehr die ich Dir ertheile, es iſt eine Bitte die ich an Dich richte. Huberte iſt jung, ſie tritt Derſt ins Leben ein, ſie wird mich vergeſſen; überdieß wirſt Du auf einen Todten nicht eiferſüchtig ſein können.


