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— Ach mein Herr, ſagte Valentin, das iſt ganz einfach. Ich liebe das junge Mädchen das ſich im Nebenzimmer befindet. Als ich nach Hauſe kam, fand ich ſie auf ihrem Bett liegen, und zwei Schritte von ihr ſtand noch ein brennender Ofen mit Kohlen. Sie lag regungslos, ohnmächtig da; ich glaubte ſie todt, ich wollte ſie nicht überleben und ſtieß mir dieſen halben Zirkel in die Bruſt. Man beunruhige alſo Niemand um meines Todes willen. Es iſt ein Selbſtmord; wenn man daran zweifeln ſollte, ſo würden Sie meine Erklärung zu Protocoll geben, nicht wahr?
Richard hatte ſeinen Kopf in die Tücher gegraben; er weinte und ächzte wie ein Kind.
Der Blutfluß vom Aderlaß hatte aufgehört; der Arzt legte einen Verband auf die Wunde,
Als er fertig war, ſagte Valentin zu ihm:
— Mein Herr, Sie haben mich eben durch eine
Lüge beruhigen zu müſſen geglaubt, für welche ich Ihnen danke; aber wenn Sie mich zu noch größerm Dank verpflichten wollen, ſo behandeln Sie mich als einen Mann. Wie lange habe ich noch zu leben? — Ich wiederhole Ihnen, antwortete der Arzt, wenn keine Gemüthserſchütterung eintritt, wenn kein neuer Unfall hinzukommt, ſo iſt es möglich daß Sie wieder geſund werden.
Maläilin unterbrach ihn mit einem wehmüthigen
ächeln.
— Aber, ſagte er, nehmen Sie einmal ſolche Gemüthserſchütterungen und Unfälle an, wie viel Zeit habe ich dann noch vor mir?
Der Arzt ſchaute den Verwundeten an.
Dumas, Pechvogel. 21


