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— Morgen iſt unſere Hochzeit; Dank daß Ihr ekommen ſeid; wir warten nur noch auf meinen atet um in die Kirche zu gehen; aber ſeid ruhig;
wenn er ſäumt, ſo weiß ich den Weg und ich werde ihn holen.
Und ſie begann ihr Lied wieder.
Richard war bis an die Wand zurückgewichen; er ſtand am Getäfel, beide Hände in ſeinen Haaren vergraben, und bemühte ſich ein Schluchzen zurück⸗ zuhalten das ihm die Bruſt ſprengen wollte.
Der Arzt brach das Schweigen zuerſt.
— Dieß arme Kind hat den Verſtand verloren, ſagte er; man muß ſie fortſchaffen oder wenigſtens in ein Nebenzimmer bringen, damit ich mich mit dem Verwundeten beſchäftigen kann.
Richard machte eine Bewegung um den Wunſch des Doctors zu erfüllen, aber er fühlte nicht den Muth in ſich Huberte oder Valentin anzurühren und ſank unter lautem Schluchzen auf einen Stuhl.
Der Arzt, dem jezt der Concierge beiſtand, ſuchte dem Mädchen den blutigen Leib zu entreißen den ſie in ihren Armen hielt, aber ſie klammerte ſich mit ſolcher Kraft an Valentins Kleidern feſt, daß zu befürchten ſtand die heftigen Erſchütterungen möchten die Blutung bei dem Sterbenden verſtärken.
Um zu ſeinem Zweck zu gelangen, entſchloß ſich jezt der Arzt auf die Narrheit des armen Kindes einzugehen.
— Laſſen Sie Ihren Bräutigam ſich zur Hoch⸗ zeit ankleiden, ſagte er, und kleiden Sie ſich ſelbſt, denn in dieſem Aufzug können Sie nicht in die Kirche gehen.


