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ihm keine Antwort; ſein Herz ſchnürte ſich zuſammen und mit einer heftigen Bewegung verſuchte er die Thüre einzuſtoßen. Der Widerſtand auf den er ſtieß gab ihm eine andere Idee ein; er ging nach dem Höfchen.
Zu ſeiner großen Ueberraſchung fand er die Thüre nach demſelben offen. Als er eintrat, bemerkte er, von Valentins Zimmer kommend, ein helles Licht das einen röthlichen Rahmen an die Wand zeichnete die der Wohnung gegenüberſtand; in dieſem Rahmen ſah er die Silhouette eines Mannes auf⸗ und abgehen.
Eine wüthende Anwandlung von Zorn und Eifer⸗ ſucht drängte die unheimlichen Ahnungen zurück welche den Bildhauer bisher bewegt hatten; Hubertens Schweigen und die Anweſenheit eines Fremden in dem unbewohnten Zimmer erſchienen ihm als ſichere Zeichen von Verrath; die Idee der Rache folgte in ſeinem Herzen auf die unklare Angſt die er empfand; er ſtürzte auf diejenigen zu die er als die Schuldi⸗ gen betrachtete.
Beim Geräuſch von Tritten auf dem Plaſter er⸗ ſchien der Mann auf der Schwelle. Richard erkannte Valentin.
— Du erwarteteſt mich nicht! rief der Liebhaber Hubertens mit einer Art von wüthendem Aberwiz.
— Doch, ich erwartete Dich, antwortete Valentin, deſſen vibrirende Stimme, troz der Ruhe die er ſicht⸗ lich erkünſtelte, und gegen welche ſein verſtörtes Geſicht grell abſtach, einen drohenden Ton ange⸗ nommen hatte; ich erwartete Dich; da ſieh Dein Werk.
Mit dieſen Worten ergriff der junge Arbeiter ſeinen ehemaligen Freund am Arm und zog ihn in das Zimmer bis ans Bett.
Dumas, Pechpogel. 20


