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Sie ergriff ihn und ging raſch auf ihr Zimmer zurück, ohne zu bemerken daß der Concierge und ſeine Frau ihre Aufregung wohl geſehen, vor der Thüre ſtehen geblieben waren und beide mit gleich erſtaunten Augen ſie angeſehen hatten.
Endlich konnte ſie in Valentins Zimmer gelangen.
Zu ihrer großen Ueberraſchung war dieſes Stüb⸗ chen das ſie leicht mit einem einzigen Blick über⸗ ſchaute leer, alle Möbel ſtanden an ihrem Plaz, nichts ſchien verändert zu ſein; die Vorhänge hatten die Falten behalten welche ſie ihnen in den erſten Tagen ihrer Sorgfalt gegeben, als die Herrichtung des von dem jungen Arbeiter bewohnten Stübchens ihr eine ſehr liebe Zerſtreuung geweſen war.
Gleichwohl hatte ſie noch keinen Schritt vorwärts gethan als ſie mit einem Angſtſchrei zwei Schritte zurückwich.
Sie hatte ſo eben auf dem Boden die Brüder⸗ ſchaftsgruppe bemerkt, deren Stücke ſie mit großer Mühe geſammelt, und die ſie mit ſo großer Sorg⸗ falt auf den Marmor geſtellt hatte; dieſe Gruppe war von Neuem in tauſend Stücke zertrümmert.
Beim Nähertreten erkannte ſie augenblicklich daß der Zufall allein dieß nicht bewirkt haben konnte; der Gyps war buchſtäblich zu Staub zermalmt wor⸗ den, gleich als hätte man ihn mit einem Schuhabſaz zerdrückt, gleich als hätte man verhindern wollen daß ihm zum zweitenmal Körper und Geſtalt wieder ge⸗ geben werde.
— Ah, ſagte ſie, er iſt hier; es iſt alſo doch wahr, er weiß alſo ohne Zweifel was hier vorgeht; er hat uns heute früh vielleicht gehört. Gott ſagt


