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Der Pechvogel : Roman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von G. Fink
Entstehung
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koſten ſollte? ſagte Huberte, indem ſie ſich kalt, würdevoll, beinahe ruhig wieder aufrichtete.

— Ach was, biſt Du ebenfalls krank? ſoll ich den Arzt holen, ſoll ich den Pfaffen rufen?

— Wollte Gott, ich wäre krank, erwiderte Hu⸗ berte traurig, eine Krankheit würde mir vielleicht den lezten Gewiſſensbiß erſparen.

Richard antwortete mit einem lauten Lachen.

Es war ihm angenehm daß Huberte ihm einen Vorwand geliefert hatte die Unterhaltung auf einen ſcherzhaften Ton zurückzuführen der ihm beſſer als jeder andere zuſagte, und mit deſſen Hilfe er den Ernſt der Lage wegpractiziren konnte. Er übertäubte

ſie mit ſeinen ſpizigſten Spöttereien, mit ſeinen poſſen⸗

hafteſten Späſſen.

Das Mädchen ſchien ihn nicht mehr anzuhören.

Gleichwohl hatte der Ausdruck womit Huberte ihr Todesverlangen geäußert einen gewiſſen Eindruck auf den Künſtler hervorgebracht; er beſaß nur die negative Bosheit die den Egoiſten eigenthümlich iſt; er weigerte ſich allerdings ſeine Freiheit dem Glück ſeiner Geliebten zu opfern, aber es würde ihn ſchwer betrübt haben wenn ihr ein Unglück widerfahren wäre: er that ſich alſo Zwang an, er zeigte ſich gut und freundlich gegen ſie, und obſchon das Mädchen ſein Entgegenkommen nicht erwiderte, obſchon ſie ſeinen Antrag in Bezug auf ihren Großvater abge⸗ lehnt hatte, ſo verließ er doch den ganzen Tag die Werkſtatt nicht und arbeitete emſig an ſeinen Can⸗ delabern...

Huberte blieb dieſen ganzen Tag über düſter und nachdenklich.