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— Valentin! Er liebte mich alſo? Ach mein Gott! mein Gott! was ſagt Ihr mir da, Mathias?
— Ob er Dich liebte oder nicht liebte, das iſt jezt ganz gleichgültig; ein guter Entſchluß iſt mehr werth als alle Klagen, denk jezt nur an eine einzige Sache: wenn Du willſt daß die Hand Deines Groß⸗ vaters in ſeinen lezten Augenblicken auf Deinem Haupte ruhe, ſo mußt Du Dich beeilen, denn bald wird ſie kalt ſein. 8
— Mathias, Mathias, rief Huberte, deren Wangen ſich mit einer plözlichen Röthe übergoſſen, während ihre Augen funkelten; entweder kann ich bis morgen meinem Vater verſprechen daß ich bald ſeiner Verzeihung würdig ſein werde, oder ich ſterbe vor ihm.
So ſprechend lief das junge Mädchen nach der Rue Saint⸗Sabin zurück.
Richard ſchlief wie gewöhnlich bis tief in den Tag hinein; er erwachte an dem Lärm womit Hu⸗ berte die Schlafzimmerthüre aufriß, und als er die Augen aufſchlug, bemerkte er ſeine Geliebte, die zit⸗ ternd und mit verſtörtem Geſicht vor ſeinem Bette ſtand.
— Was haſt Dus fragte er beinahe erſchrocken.
— Richard, mein Großvater will ſterben.
— Teufel! Teufel! Der arme Pechvogel, das wäre doch Schade; denn obſchon wir bei unſerem lezten Zuſammentreffen nicht gerade mit einem Hände⸗ druck von einander geſchieden ſind, muß ich ihm doch die Gerechtigkeit widerfahren laſſen daß er ein bra⸗ ver Mann war und tüchtig auf dem Waſſer. Nun denn, fuhr der Bildhauer mit einer Gutmüthigkeit fort welche bei ihm die Rührung vertrat, wenn er
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