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Der Pechvogel : Roman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von G. Fink
Entstehung
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Aber wenn dieſe Einſamkeit ihre Annehmlichkeit für betrübte Herzen hat, ſo iſt ſie auch voll von Gefahren.

Ihren Träumereien hingegeben, ſah Huberte das Bild wieder bei deſſen Erſcheinung ſie zuſammenge⸗ ſchaudert war; ſie gab ſich dem einzigen Troſt hin den ſie in dieſer Welt empfangen konnte, nämlich der Betrachtung dieſes Bildes; ſie erkühnte ſich all⸗ mählig es bei ſeinem Namen zu rufen und der Schat⸗ ten verkörperte ſich; ſie öffnete das Zimmer Valen⸗ tins wieder, in welches ſie ſeit ihrem Einzug in die Rue Saint⸗Sabin nicht zurückgekehrt war; es ſchien ihr als ob ſie in dieſem ſchmalen Stübchen freier athmen könnte als in der großen Werkſtatt; ihr Kum⸗ mer däuchte ſie weniger bitter innerhalb der Mauern wo Valentin gelebt hatte; ſie empfand eine wunder⸗ ſam liebliche Aufregung wenn ſie die Gegenſtände berührte die er berührt hatte; wenn ſie auf dem Kiſſen weinte welches die Thränen des jungen Man⸗ nes eingeſogen hatte, ſo entfloſſen ihren Augen we⸗ niger herbe und weniger brennende Thränen; ſie verwandte einen ganzen Tag darauf die Trümmer der Statuette wieder zuſammenzulöthen die er zer⸗ ſchlagen hatte, und dieſer Tag verfloß ihr lieblich und raſch; ſie fand eine unendliche Erleichterung in dieſem Reliquiencultus der in der Religion der Er⸗ innerungen eine ſo bedeutende Stelle einnimmt; aber ſie wurde auch allmählig dahin geführt, daß ſie eine Vergleichung mit demjenigen anſtellte deſſen Liebe ſie nicht geahnt, und demjenigen deſſen Neigung ſo un⸗ heilvoll für ſie geweſen, und nun ſagte ſie ſich, in⸗ dem ſie mit einem Ausdruck frommen Vorwurfes die Augen zum Himmel erhob: