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Der Bildhauer runzelte die Brauen und beſtand nicht mehr auf ſeinem Verlangen.
Er befand ſich in der Lage eines Menſchen der den Vögelgeſang liebt und, um ihn recht für ſich allein zu haben, die Grasmücke aus ſeinem Garten im Schlage fängt, ſie in den Käfig ſezt und ſich dadurch für immer des lieblichen Gezwitſchers beraubt das die ganze Nachbarſchaft erheitert hatte.
Der Künſtler mußte ſich in dieſes Leben zwiſchen vier Wänden, das nicht in ſeinen Gewohnheiten lag, ergeben, aber die Neuheit hatte ſolche Reize für ihn, daß er ſich dießmal noch von dem Zauber des Un⸗ gewohnten hinreißen ließ. Er fügte ſich ſo ziemlich in das was er bei ſeiner Geliebten als eine unbe⸗ greifliche Krankheit betrachtete, und er begann den Hausvater mit jenem Ernſte zu ſpielen welchen wir ihn entwickeln ſahen wenn er den Matroſen der Möve das Manöver commandirte.
Um gegen Richard gerecht zu ſein, müſſen wir zugeben daß er ſich vielleicht nicht einzig und allein von dem Einfluß beſtimmen ließ den die Phantaſie auf ſeine Seele ausübte. Er war unfähig lange genug zu überlegen um eine ganz genaue Anſchauung von der Lage zu gewinnen die er Huberten geſchaffen hatte; aber vielleicht begriff er unbewußt daß ſein Verhalten gegen das Fiſchermädchen ihm ernſte Pflichten auferlegte, und ließ ſich dadurch zur Erfül⸗ lung derjenigen unter dieſen Pflichten beſtimmen die ſeinen Inſtincten am wenigſten widerſtrebten.
Immerhin bleibt wahr daß er es acht Tage lang den muſterhafteſten aller Ehemänner im Quartier du Marais, das doch durch die ausgezeichnete Feigheit


