einem Bekannten begegne.
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das Geziſche der Säge, das Geſumme einer Mücke am Fenſter nachzuahmen, Kunſtſtücke womit er früher ſo oft das Zwerchfell der armen Blonden erſchüttert hatte; es gelang ihm nicht die leichte Furche von ihrer Stirne zu verwiſchen welche die Schwer⸗ muth bereits darin eingegraben hatte; kaum ver⸗ mochte er ein Lächeln des Wohlgefallens auf die Lippen des jungen Mädchens zu locken, und auch dann war der Ausdruck dieſes Lächelns von der Art daß es nur als eine neue Kundgebung von Trau⸗ rigkeit erſchien.
So wenig Richard erwartet hatte ſich bei dieſer Gelegenheit in einen Pygmalion umgeſchaffen zu ſehen, ſo entſagte er doch nicht ſogleich der Hoffnung dieſes ſo plözlich zu Marmor gewordene Fleiſch von Neuem zu beleben. Er verſuchte die Coketterie der Blonden anzuſtacheln; er brachte ihr ein Kleid, einige Juwelen, er wandte ſich an ihre bekannte Vergnü⸗ gungsſucht; ſie blieb kalt gegen ſeine Geſchenke, gleichgültig gegen ſeine Vorſchläͤge, die Seide blieb als Stück in der Schachtel, Huberte konnte ſich nie entſchließen ihn auf den Ball oder ins Theater zu begleiten wie der Bildhauer gewünſcht hatte, und als Richard zulezt, der Sache überdrüſſig, ſie um jeden Preis aus dieſer Erſchlaffung zu ziehen ſuchte, als er ſie bat ſeinen Arm zu nehmen und mit ihm einen ſentimentalen Spaziergang auf den Ufern des Kanals zu machen, da ſagte ſie:
— Später, wenn ich einmal Ihre Frau bin, will ich Alles thun was Sie wünſchen; aber jezt iſt es mir als müßte ich vor Scham ſterben wenn ich


