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— Wohin geht es da? fragte Huberte, indem ſie vor der Thüre ſtehen blieb die dem Zimmer Ri⸗ chards gegenüberſtand.
— Das iſt das Zimmer Valentins, antwortete der Bildhauer, der, wenn er ſeine Geliebte betrachtet hätte, bemerkt haben würde daß ſie die Farbe wech⸗ ſelte; willſt Du es ſehen?
— Nein, erwiderte Huberte.
— Er hat den Schlüſſel ſtecken laſſen; nehmen wir ihn heraus und mißbrauchen wir das Vertrauen der Freundſchaft nicht.
Richard verſteckte ihn in der Höhlung eines Gypskopfes.
Aber ſobald der Bildhauer ausgegangen war, holte Huberte, die ſich das Pläzchen gemerkt hatte, den Schlüſſel, ſteckte ihn in das Schloß von Valen⸗ tins Zimmer, zögerte eine Weile, drehte ihn aber dann, einem gebieteriſchen Gedanken gehorchend, herum und öffnete die Thüre.
Das Zimmer des Arbeiters war in der größten Unordnung verlaſſen worden.
Die Schubladen der Commode ſtanden offen; in der Haſt der Abreiſe hatte er ſich nicht die Zeit ge⸗ nommen ſie wieder zu verſchließen.
Das Bett war nicht zum Schlafen benüzt wor⸗ den, aber es war zuſammengedrückt, wie wenn Je⸗ mand ſich auf den Matrazen gewälzt hätte, und auf der Fußdecke befanden ſich zahlreiche Beſchmuzungen von Straßenkoth.—
Vor dem Kamin lag die Gruppe der Brüder⸗ ſchaft in tauſend Stücke zertrümmert.
Ohne zu wiſſen was ſie vorgeſtellt hatten, hob


