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können; er fühlte daß er dieſen Menſchen eben ſo haßte wie er ihn früher geliebt hatte; aber der Bildhauer kam ſeinem alten Freund immer näher.
— Halt doch! Halt doch, Valentin! rief er; man ſollte meinen Du habeſt Angſt vor mir.
Valentin machte plözlich Rechtsumkehrt und ſchritt dem Schiffer entgegen, der bald vor ihm ſtand.
Richard ſchien ſo verblüfft, ſo verlegen, daß Va⸗ lentin in ſeiner Seelengröße dieſe Verlegenheit nicht noch durch die Bemerkung ſteigern wollte er habe den ganzen Tag auf ihn gewartet.
— Was willſt Du von mir? fragte er.
Der Bildhauer zuckte die Achſeln.
— Soll dieſer Zwiſt zwiſchen zwei alten Freun⸗ den ewig beſtehen? antwortete er; verlangſt Du denn durchaus daß wir um eines Mädchens willen einan⸗ der die Hälſe brechen ſollen?
— Nein, ſagte Valentin mit Anſtrengung.
— Um ſo beſſer, tauſend Stückpforten, denn ich kann jezt nicht.
— Freut mich daß Du zu beſſern Geſinnungen zurückgekehrt biſt, Richard.
— Mir brauchſt Du nicht dafür zu danken, ſon⸗ dern ihr... ſie hat mir einen Schwur abgenommen daß ich auf unſer Duell verzichte.
— Das iſt ziemlich natürlich, ſagte Valentin mit Bitterkeit.
— Ja, ich habe mit einem ganzen Geſchwader von Schwüren aufrücken müſſen; aber auf dieſem da beſtand ſie ganz beſonders, fuhr Richard mit ſeinem gewöhnlichen plumpen Lachen fort.
Valentin war dem Erſticken nahe.
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