über die Feinde her; Leichenhaufen bezeichneten jeden dieſer Kämpfe; einen Augenblick hörte die Verfolgung auf, und die Beſiegten waren die Sieger. Aber die Maſſen die hinter den erſten kamen, waren ſo zahlreich und dicht daß die Arme der Helden vom Dreinſchlagen ermüdeten, und daß ſie, dieſen unauf⸗ hörlich neuerſtehenden Feinden gegenüber, an den Rückzug denken mußten.
Die Tochter des Fiſchers kam, im Augenblick eines dieſer Handgemenge, durch eine Seitengaſſe in die Hauptſtraße von Belleville.
Sie hatte das Bewußtſein der Gefahr ſo gänz⸗ lich verloren, daß ſie, troz der Kugeln die ſie von allen Seiten her umpfiffen und an die Wände fuhren, bis an die Ecke des Gäßchens vorſchritt.
Ganz nahe bei dem Mann in geſtickter Uniform welcher die Kämpfer gegen einander trieb und durch Beiſpiel und Zuruf aufmunterte, bemerkte ſie durch dieſen dicken, von Blizen durchzuckten Rauch hindurch Franz Guichard und ſeinen Schwiegerſohn.
Der Invalide ſchoß mit ſeiner Jagdflinte aus nächſter Nähe auf die Preußen; der Fiſcher, der ſeine Munition erſchöpft hatte, gebrauchte ſeine Flinte um⸗ gekehrt und hatte ſo eben mit einem Kolbenſchlag einen feindlichen Offizier zu Falle gebracht.
Die junge Frau ſtürzte mit einem furchtbaren Schrei auf ſie los; bei dieſem Schrei drehte Peter Maillard ſich um und erkannte ſein Weib; er be⸗ merkte ſein Kind das ſie ihm hinbot, gleich als wollte ſie ihn im Namen dieſes unſchuldigen Geſchöpfes an⸗ flehen ſich nicht weiter auszuſezen; und ſiehe da, dieſer Mann der ſeit fünf Stunden mit der helden⸗


