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beit gewöhnte Mann hatte herzzerreißende Töne, als er nach ſeinen beiden Söhnen rief; er wälzte ſich auf dem Boden, er zertrümmerte was ihm unter die
Hand kam, er flehte zum lieben Gott um Gnade
und Erbarmen; man glaubte er würde ein Narr werden.
Dieſer Zuſtand ihres Mannes riß Luiſe aus dem Schmerz welchem ſie ſich ſelbſt hingegeben hatte; ſie ſuchte ihn zu beruhigen und verſchwendete die zärt⸗ lichſten Worte an ihn. Zum erſten Mal ſeit zwanzig Jahren ſtieß der Fiſcher diejenige zurück die er ſo heiß geliebt hatte.
Jezt hatte die arme Mutter eine Eingebung: ſie bot ihrem Manne das neugeborne Kind zum zweiten Mal hin und ſchaute Franz mit ſo flehenden Augen an, daß dieſe verzweifelte Wuth aufhörte, wie der Regen aufhört wenn der Wind die Wolken in die Ferne jagt. Der Fiſcher drückte das kleine Mädchen an ſein Herz und verhielt ſich bis zum Abend ſtumm und unbeweglich; nur rollten über ſeine Wangen dicke Thränen hinab die auf die Windeln und auf das Geſicht des Kindes fielen.
Dieſe Thränen waren die erſte Taufe des kleinen Mädchens das in unſerer Erzählung eine bedeutende Rolle ſpielen ſoll.
Franz Guichard war untröſtlich; er blieb düſter und ſchweigſam: er floh ſeine Frau, er konnte ganze Tage zubringen ohne ein Wort zu ihr zu ſprechen; er hati⸗ die Gewohnheiten ſeiner Jugend wieder an⸗
genommen. Um das arme Zimmer nicht wiederſehen
zu müſſen wo ſeine todten Kinder geboren worden, verbrachte er manche Nacht in ſeinem Schiffe. Wenn


