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blieben rein, und dieſe warme, männliche Färbung ſtand ihr vortrefflich zu Geſichte.
Zwanzig Jahre hindurch war Franz Guichard gewiß der glücklichſte Mann ſeines Departements, obſchon dieß das Departement der Seine war, das diverſe Millionäre unter ſeinen Bewohnern zählte.
Aber das Glück gleicht jenen Wucherern die den reichen Söhnen ihre Caſſe öffnen, deren habgierige Gefälligkert und eigennüzige Beeiferung aber bei der Berechnung der Zinſen grell zu Tage kommen.
Der Verfalltag nahte für die arme Familie in Varenne.
Im Jahr 1813 beſaßen Franz Guichard und Luiſe Pommereuil drei ſchöne Kinder: zwei Söhne und eine Tochter.
Die Conſcription nahm ihnen die beiden Jun⸗ gen weg.
Der Fiſcher ertrug dieſe erſte Prüfung ziemlich gut, denn ſeine Erinnerungen an die Belagerung von Mainz verliehen ihm Kraft: er gedachte des
rcans von Eiſen und Blei in deſſen Mitte er drei Monate lang gelebt hatte; er ſprach mit einer ge⸗ wiſſen Verachtung davon und behauptete die Canone mache mehr Lärm als nöthig ſei.
Luiſens Herz blutete und ihre Augen weinten. Sie hätte gerne ihre zwei Kinder loskaufen mögen, aber in jenen Zeiten war das Menſchenblut theuer, und mit den Mitteln der armen Familie war es ſchlecht beſtellt. Aus Rache für den Ungehorſam ſei⸗ ner Tochter hatte der alte Pommereuil wieder gehei⸗ rathet, und troz ſeiner ſechzig Jahre hatte ein neuer Nachwuchs die Zahl ſeiner Erben vermehrt, ſo daß


