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tige Eigenthümer fürchten zu müſſen, nein, er beſaß auch die einzige Frau die er je geliebt hatte, und was noch weit erſtaunlicher iſt, dieſe Frau hielt mehr als das junge Mädchen verſprochen hatte.
Wenn je ein enthuſiaſtiſcher Eheherr auf ſeine Hälfte die Bezeichnung Schaz anwenden konnte, ſo war es Franz Guichard. Luiſe war rüſtig, dabei aber ſanft und unterwürfig; folglich hatte Frankreichs Himmel nie eine ſo vollendete Hausfrau geſehen.
Sie flickte die Neze ihres Mannes; ſie begleitete ihn auf dem Fluß, ſie lenkte das Schiff wie ein äch⸗ ter Fiſcherknabe, und zwar mit ſolcher Geſchicklichkeit, daß ihre Ruder ſo wenig Lärm auf dem Waſſer machten, als eine Breitjungfer die über die See⸗ blumen hin hüpft, und daß Franz Guichard, wenn ſeine Leinen ſich irgendwo verfingen, niemals ge⸗ nöthigt war nach dem lezten Mittel, d. h. zum Meſſer, zu greifen. Ueberdieß wußte ſie es troz all ihrer Geſchäfte immer ſo einzurichten, daß er, wenn er nach Hauſe kam, eine Suppe oder einen Ragout ferti vorfand, was dem Fiſchersmann in ſeiner Hütte uß
der Inſelſpize eine Idee von den gaſtronomiſchen Ge⸗ nüſſen der Bürger Directoren im Luxembourg bei⸗ brachte.
Mit all dieſen Vorzügen verband Luiſe noch einen andern, der ſich bei armen Weibern die neben ſchwe⸗ rer Handarbeit die Schmerzen der Mutterſchaft durch⸗ zumachen haben ſehr ſelten vorfindet: ſie blieb ſchön. Allerdings hatte die Sonne ihren einſt ſo weißen Armen, ihrem ehemals ſo friſchen Geſichte die Farbe des florentiniſchen Erzes verliehen, aber ihre Züge
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