37
rührt, als er ihm das Glück des Vaters ſchilderte dem es vergönnt ſei im Verein mit Amor zwei liebenden jungen Leuten den Kranz Hymens auf die Stirne zu druͤcken.
Dieſe Predigt rührte den Vater Pommereuil ſehr wenig; aber glücklicher Weiſe machte ein Nachbar, ein etwas ſchreibereiverſtändiger Krämer, ihn darauf aufmerkſam daß Luiſe majorenn ſei, folglich ihr Muttergut anſprechen und mittelſt gewiſſer ſehr theu⸗ rer Formalitäten über den böſen Willen ihres Va⸗ ters obſiegen könnte, und ſo gab der alte Bauer nach.
Er verabſcheute ſeinen künftigen Schwiegerſohn: zwanzigmal des Tags wünſchte er aus vollem Herzen derſelbe möchte an ſeinem Wurfnez hängen bleiben und in die tiefſte Marne hinabfahren; aber wenn er bedachte daß ein ſchönes Stück Geld, das er als ſein bleibendes Eigenthum zu betrachten ſich angewöhnt hatte, dieſem Lumpenpack von Gerichtsſchreibern in die Hände fallen ſollte, ſo erſchien ihm dieß als ein Aberwiz womit er ſein Gewiſſen unmöglich belaſten könnte..
Er willigte alſo darein daß Luiſe Pommereuil die Chefrau des Franz Guichard wurde, jedoch unter der Bedingung daß ſie einen förmlichen Verzicht auf die Hinterlaſſenſchaft ihrer ſeligen Mutter unterzeichnete. „Franz Guichard war alſo beſſer daran als ſeine Ahnen je geträumt hatten.
„Niicht blos herrſchte er als unumſchränkter Ge⸗ bieter üͤber die Marne, nicht blos konnte er nach freiem Belieben ſeine Geräthſchaften darauf ſpazieren führen, ohne händelſüchtige Aufſeher oder eiferſüch⸗


