Druckschrift 
Der Pechvogel : Roman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von G. Fink
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Acht Tage lang brauchten ſich die Gevatterinnen, von Joinville bis Ormeſſon, von Gravelle bis Sucy, nach keinem andern Text für ihre Klatſchereien um⸗ zuſehen. Lange Zeit ſchwazten die am Ufer knieen⸗ den Wäſcherinnen von dieſem Abenteuer, während ſie mit dem Bläuel auf ihre Wäſche losklopften.

Im Allgemeinen und mit Ausnahme einiger bös⸗ artigen Murrköpfe gab Jedermann dem alten Pom⸗ mereuil Unrecht. Der Winzer hatte zu früh frolockt. Ohne alle Ahnung davon daß das Schickſal ihm ſolche Repreſſalien zudachte, hatte er die Unvorſich⸗ tigkeit begangen ſich öffentlich über die Geduld und Einfalt des Fiſchers luſtig zu machen, und dagegen die Feinheit und Pfiffigkeit zu rühmen womit er dedei Leidenſchaft für Luiſe auszubeuten gewußt abe.

Man verſpottete ihn und dadurch wurde ſein Grimm über den Räuber immer giftiger.

Chennevidre beſaß einen Maire, einen rechtſchaf⸗ fenen Mann der übrigens die reinſten Grundſäze jener Epoche eingeſogen hatte, einen wahren Römer in Holzſchuhen. Man nannte ihn den Bürger Cor⸗ nelius.

Als Bürger Cornelius durch die Fama den Vor⸗ fall erfuhr, begab er ſich zu ſeinem Untergebenen und predigte ihm nach ſeiner Art und Weiſe; er er⸗

kannte zwar die Rechte des Vaters an, aber blos

um dagegen an die älteren und unverjährbaren Rechte der Natur zu appelliren. Er beſchwor ihn ſich dieſer erhabenen Kundgebung des freien Willens nicht zu widerſezen; er ſprach von Plato, er ſprach

von Rouſſeau, er wurde faſt bis zu Thränen ge⸗

——————.

ᷓ rERn Ge

☛ 9