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Der Verkehr war eingeleitet; der Winzer fand täglich ein neues Geſchäft für den jungen Mann. Er benüzte ſeinen Schwiegerſohn in spe zur Ver⸗ beſſerung ſeines Gütchens. Dieſer erſparte ihm täglich zwei Taglöhner; denn Franz Guichard fuhr fort für zwei Mann zu arbeiten, und dieß Verfahren hatte den Vortheil, daß es den Vater Luiſens nicht ein⸗ mal die Unterhaltung koſtete; denn wenn der Fiſcher ſich als Familienglied betrachten konnte ſo lang von Mühe und Arbeit die Rede war, ſo verhielt es ſich ganz anders ſobald man ſich zu Tiſche begab. Der Winzer zeigte ſich bei der Vertheilung des Getränkes noch immer eben ſo karg wie das erſte Mal.
Franz Guichard empörte ſich nicht über die An⸗ forderungen die man an ihn ſtellte; Luiſens Lächeln, das Anfangs einladend geweſen, war zärtlich, ſogar mitleidig geworden, und dieſes Lächeln hatte dem Lieb⸗ haber geſagt:„Mein Herz wird der Lohn Deiner Mühen ſein.“
Ihr Vater dagegen blieb bei ſeinem Grundſatz: wenn Franz Guichard, der ſich allmählig an den Frohndienſt gewöhnt hatte und dadurch ſchüchtern ge⸗ worden war, ein beſcheidenes Drängen wagte, antwor⸗ tete er nur mit ſeinem ewigen„Wir wollen ſehen.“
So ging's einen Monat lang fort.
Franz Guichard, bei Nacht ein Fiſcher, war den Tag hindurch ein wahrer Weingärtner geworden.
Aber nach der Weinleſe kam der Winter; die purpurnen Blätter der Reben bedeckten das Thal; die Stöcke nahmen ihre troſtlos todte Phyſiognomie an, die Pfähle wurden bis zum kommenden Frühjahr auf einen Haufen gelegt.


