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geahnt, als ſie ſich in wilder Unordnung auflöste: die Vorderen warfen ſich auf die Hinteren, die Großen ſtießen die Kleinen um, die Einen fielen, die Andern brachten zu Fall, Alle entflohen als hätten ſie Flügel, wie ein Schwarm Spazen die beim Marodiren er⸗ tappt werden.
Dieſe Wirkung, welche Franz Guichard gar nicht erwartet hatte, vollendete ſeine üble Laune: er er⸗ griff Einen von denen die auf dem Pflaſter liegen geblieben waren und ſchüttelte ihn ſo heftig, daß der arme Teufel in lautes Schluchzen ausbrach und fle⸗ hend ſeine Händchen zu ihm emporſtreckte.
Franz Guichard verſuchte vergebens ihn zu be⸗ ruhigen; je freundlicher er zu dem Jungen ſprach, um ſo mörderiſcher ſchrie derſelbe. Er mußte ihn zulezt auf den Boden ſtellen; aber nun brach der kleine Schlingel in ein boshaftes Gelächter aus und lief aus Leibeskräften ſeinen Kameraden nach.
Franz Guichard hatte ſeinen Gefangenen kaum losgelaſſen, als er es auch ſchon bereute; die Phy⸗ ſiognomie des Jungen hatte, ſobald er nicht vor Angſt Grimaſſen ſchnitt, eine Aehnlichkeit die ihm ſehr aufgefallen war. Dieſe großen ſchwarzen Augen,
die feucht unter den zerzauſten Haaren ſtrahlten
welche ihm über die Stirne hereinhingen, hatte er ſchon irgendwo geſehen; das Lächeln das auf ſeinen Wangen ſpielte, welche feſt wie ein Apfel und roth wie eine Kirſche waren, dieß war das Lächeln der hübſchen Wäſcherin. G
Der Fiſcher verfolgte ſeinen Gefangenen; aber wenn Franz nicht übel lief, ſo war der kleine Schlin⸗ gel noch flinker. Er wandte ſich in ein Gäßchen


