Druckschrift 
Der Pechvogel : Roman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von G. Fink
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ihre Butte und machte ſich bereit dieſelbe auf ihre Schultern zu laden.

Dieſes Weggehen paßte Franz Guichard nicht in ſeinen Kram; er wäre gerne die ganze Nacht da ge⸗ blieben um derjenigen zu lauſchen deren Klänge ihn bezaubert hatten, und er begriff nicht daß eine Per⸗ ſon die ſo ſchön ſang eine andere Beſchäftigung ha⸗ ben konnte als zu ſingen.

Er fuhr ſachte mit ſeinem Haken ins Waſſer hinunter, gab ſeinem Schiffchen einen tüchtigen Stoß und machte es mit ſolcher Kraft und Geſchwindigkeit dahingleiten, daß er mit einem einzigen Ruderſchlag über den Flußarm hinüber kam.

Die Wäſcherin ihrerſeits, als ſie ſich umdrehte um ihren Bläuel aufzuheben, bemerkte den jungen Mann der ſie mit offenem Mund und erſtaunten Blicken anſtarrte und ſo geräuſchlos herangekommen war, daß ſie eine Erſcheinung zu ſehen glaubte.

Sie ſtieß einen kurzen Schrei aus; ſie wollte

ihre Butte ergreifen und entfliehen; aber ihre Auf⸗ regung war von der Art daß ſie ſchwankte, und daß die rothen, blauen, grauen, weißen und bunten Lap⸗ pen aus der Butte über den Uferrand hinrollten. Da ſeht her was Ihr angerichtet habt, ſagte die Wäſcherin zu Franz Guichard, der ſo eben ans Ufer geſprungen war. Recht angenehm das!... Meine Wäſche ganz verdorben.

Franz Guichard zeigte jezt eine ſo beſtürzte Miene, er ſchien über den Unfall den er unwillkürlich ver⸗ anlaßt dermaßen betreten, daß der Ausdruck im Ge⸗ ſichte des jungen Mädchens, nachdem ſie ihn einen Augenblick angeſchaut, ſich allmählig ganz veränderte.

748 ͤ DOr,

n

an