Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

269

Man erlaube uns jedoch, mitten unter dem Ge⸗ menge dem Kampfe der zwei Führer zu folgen.

Man kennt die Gewandtheit des Herzogs in die⸗ ſem entſetzlichen Kriegsſpiele, bei welchem ihm wenig Menſchen widerſtehen konnten; diesmal hatte er aber einen ſeiner würdigen Gegner gefunden.

Vor Allem ſchoß jeder von den zwei Streitern gegen den andern eine Piſtole los; die Kugel des Piraten glitt von der Rüſtung des Herzogs ab und prallte an ſeine eigene zurück.

Obgleich als Türke bewaffnet, was die Verthei⸗ digungswaffen betrifft, hatte der Corſar doch in der Hand ein langes gerades Schwert und am Bogen ſeines Sattels eine Axt mit biegſamem Stiele und ſcharfer Schneide. Dieſe Aexte, deren Stiel von Rhinoceroshaut gemacht und ganz mit ſtählernen Plättchen beſchlagen war, hatten gerade wegen ihrer Biegſamkeit einen ungeheuren Schwung.

Der Herzog hatte ſein Schwert und einen Streit⸗ kolben; das waren, wie man ſich erinnert, ſeine ge⸗ wöhnlichen Waffen; beide waren furchtbar in ſeinen Händen.

Einige von ſeinen Soldaten hatten ihm Hülfe leiſten wollen, doch er hatte ſie entfernt und ihnen zugerufen:

Thut für Euch! mit Gottes Hülfe werde ich für mich thun!

Und mit Gottes Hülfe that er wirklich Wunder.

Die Piraten hatten offenbar keine ſo ſtarke Es⸗ corte zu finden erwartet, und ihr Anführer, derjenige, welcher den Herzog angegriffen, hoffte ihn mehr un⸗ verſehens und minder gut bewaffnet zu faſſen; indeſſen