Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1856)
Entstehung
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Die Reiſelinie war zum Voraus bekannt; der königliche Cortége würde dem folgen, was man die Riviera von Genua nennt, das heißt das Geſtade des Meeres. Der Herzog und die Herzogin, der Herzog zu Pferde, die Herzogin in einer Sänfte, kamen über San⸗Remo und Albenga, wo Pferderelais bereit ſtanden.

Die Abreiſe wurde auf den 15. feſtgeſetzt.

Bei Tagesanbruch verließ der Cortége das Schloß von Nizza, der Herzog, wie geſagt, zu Pferde, mit heruntergelaſſenem Viſir, in voller Rüſtung, ne⸗ ben der Sänfte reitend, deren Vorhänge zugezogen waren.

Fünfzig wohl bewaffnete Leute ritten voraus, fünfzig ritten hinten.

In der erſten Nacht hielt man in San⸗Remo an.

Am andern Tage begab man ſich frühzeitig wie⸗ der auf den Weg.

Man machte in Oneglia Halt, um zu frühſtücken; doch die Herzogin wollte nicht aus ihrer Sänfte aus⸗ ſteigen, zu der ihr der Herzog ſelbſt Brod, Wein und einige Früchte brachte.

Der Herzog, ohne etwas von ſeiner Rüſtung abzulegen, und hob nur das Viſir ſeines Helmes auf.

Gegen Mittag gingen die Cavalcade und die Sänfte wieder ab.

Ein wenig jenſeits Porto Mauriſio verengt ſich die Straße zwiſchen zwei Bergen; man verliert den Anblick des Meeres, und man befindet ſich in einem ſchmalen Engpaſſe, an welchem rechts und links Felſen emporſtarren, ein zu einem Hinterhalte geeigneter Ort, wie ſich nur einer denken läßt.