Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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vor Freude ſchreien, während es vor Schmerz hätte brüllen ſollen.

Mitten unter dieſem Freudenſchreien und dieſen Ergebenheitsbetheurungen der ganzen Bevölkerung mündete alſo der königliche Cortége auf den Groͤve⸗ Platz aus, wo das Stadthaus ein Juwel der Renaiſſance verdorben auf den Befehl von Louis Philipp, wie alle Baudenkmale, an die er ſeine an⸗ tiartiſtiſche Hand gelegt hat kurz zuvor erbaut worden war.

Alle Municipalbeamte, die Handelsvorſteher, die Gemeindeanwälte, die Chefs der Corporationen warteten auf der Freitreppe des Stadthauſes aufge⸗ ſtellt.

Die Königin, der Dauphin, der Herr Cardinal von Lothringen und Dandelot brauchten eine Vier⸗ telſtunde, um über den Platz zu kommen.

Nie war ein Neroniſcher Circus glühender er⸗ leuchtet, ſelbſt in den Nächten, wo man dort in Schwefel und Pechharz gerollte Chriſten verbrannte. Lichter funkelten an allen Fenſtern; Fackeln flamm⸗ ten über den ganzen Platz, erſtreckten ſich über die Quais, ſtiegen auf die Gallerien und bis auf die Spitze der Thürme von Notre⸗Dame empor. Der Strom ſchien flüſſiges Feuer mit ſich zu führen!

Die Königin und der Dauphin verſchwanden nur unter der Vorhalle des Stadthauſes, um unmittelbar darauf wieder auf dem Balcon zu erſcheinen.

Man wiederholte mit Begeiſterung die Worte, welche Catharina geſagt oder nicht geſagt hatte: Stirbt der Vater Euch, Ihr guten Leute von Pa⸗ ris, vertheidigend, ſo bringe ich Euch meinen Sohn!