Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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den Fenſtern ſchwenkten ihre Taſchentücher oder war⸗ fen Blumen herab.

Alle riefen:Es lebe der König! es lebe die Königin! es lebe der Dauphin!

Sodann, von Zeit zu Zeit, zog etwas wie ein Hauch der Drohung und des Todes über dieſe Menge hin, und man hörte etwas wie eine düſtere Stimme brauſen mit Begleitung von an einander geſchlagenen Schwertern, mit Blitzen von geſchwungenen Meſſern und mit dem Krachen abgefeuerter Büchſen.

Das war dieſer Schrei, der wer weiß nicht wo entſtand und ſich im Unendlichen verlor:

Tod den Engländern und den Spaniern!

Und bei dieſem Schrei zog ein Schauer durch den Leib des Muthigſten, ſo ſehr fühlte man, daß dieſer Schrei der des eingefleiſchten Haſſes eines ganzen Volkes war.

Die Königin, der Dauphin und ihr Gefolge, welche um neun Uhr vom Louvre abgegangen wa⸗ ren, kamen erſt um halb elf Uhr im Stadthauſe an; auf ihrem ganzen Wege hatten ſite die Menge durch⸗ ſchneiden müſſen, und diesmal, der Ausdruck war buchſtäblich richtig, ohne daß ein Soldat zu Fuße oder zu Pferde da war, um den hohen Reitern die⸗ ſen ſchlimmen Dienſt zu thun. Jeder konnte im Gegentheile das Pferd, die Kleider und ſogar die Hände der Königin und des Erben der Krone be⸗ rühren... Das Volk war ſehr begierig, dieſe Pferde anzurühren, die daſſelbe niederzutreten drohten, dieſe reichen Gewänder, welche ſo ſeltſam mit ſeinen Lum⸗ pen contraſtirten, dieſe Hände, die ihm ſeinen letzten Sou nehmen ſollten: das Berühren machte das Volk

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